
ESG-Revolution: Allianz macht Kehrtwende und öffnet "grüne" Fonds für Rüstungsindustrie
Die ideologisch geprägte ESG-Investmentpolitik bröckelt weiter. Nach jahrelanger Ablehnung der Rüstungsindustrie vollzieht nun auch die Allianz eine bemerkenswerte Kehrtwende: Der Versicherungsriese öffnet seine ESG-Fonds für Unternehmen aus dem Verteidigungssektor. Diese Entscheidung markiert einen weiteren Meilenstein im schleichenden Niedergang der stark ideologisch geprägten ESG-Bewegung.
Pragmatismus statt grüner Ideologie
Die Allianz Global Investors (AGI) hat Ende März ihre Investoren darüber informiert, dass künftig auch Unternehmen mit einem Umsatzanteil von über zehn Prozent aus dem Rüstungssektor in die ESG-Fonds aufgenommen werden können. Diese fundamentale Änderung betrifft vor allem die nach EU-Offenlegungsverordnung als "Artikel 8" klassifizierten Fonds. Die Begründung der Allianz klingt dabei erstaunlich pragmatisch: Ein robuster Verteidigungssektor sei schlichtweg notwendig, um nationale und regionale Sicherheitsstrategien zu gewährleisten und wirtschaftliche sowie soziale Stabilität zu sichern.
USA als Vorreiter der ESG-Neuausrichtung
Interessanterweise sind die Vereinigten Staaten in dieser Entwicklung bereits deutlich weiter. Dort werden Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin oder Raytheon Technologies schon seit 2022 als "klimabewusste" Investments eingestuft - nicht zuletzt aufgrund ihrer ambitionierten CO₂-Reduktionsziele. Der Anteil von Rüstungsaktien in US-amerikanischen ESG-Fonds liegt mittlerweile bei über 36 Prozent - Tendenz steigend. Analysten von Morgan Stanley prognostizieren sogar Kapitalzuflüsse von bis zu 119 Milliarden Dollar in den Verteidigungssektor durch ESG-Fonds.
Das Ende der woken Investmentpolitik?
Diese Entwicklung könnte den Anfang vom Ende der stark ideologisch geprägten ESG-Bewegung markieren. Was einst als Instrument für "grünes" und "wokes" Investieren gedacht war, entwickelt sich zunehmend zu einem pragmatischeren Ansatz. Auch die Kernkraft, jahrzehntelang von links-grünen Kreisen verteufelt, wird mittlerweile unter Verweis auf Klimaziele rehabilitiert. Die Definition dessen, was als "nachhaltig" gilt, wird damit immer breiter gefasst.
Diese Entwicklung dürfte vor allem konservative Anleger freuen, die schon lange kritisieren, dass ideologische Vorgaben beim Investieren mehr schaden als nutzen. Die aktuelle geopolitische Lage scheint ihnen Recht zu geben: Eine starke Verteidigungsindustrie ist für die Sicherheit westlicher Demokratien unerlässlich - eine Erkenntnis, die sich nun auch in der Investmentwelt durchsetzt.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich umfassend informieren. Weder der Autor noch die Redaktion übernehmen eine Haftung für eventuelle Verluste, die aus den hier dargestellten Informationen resultieren könnten.
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