
Stromnetzausbau: Ministerpräsidenten fordern pragmatische Lösungen
Angesichts zunehmender Stromausfälle in Deutschland und des hohen Drucks, die Energiewende erfolgreich zu gestalten, haben sich die Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) und Winfried Kretschmann (Grüne) für eine effiziente und kostengünstige oberirdische Erweiterung der Stromnetze ausgesprochen. Diese Positionierung wirft ein Schlaglicht auf die drängenden infrastrukturellen Herausforderungen, mit denen Deutschland konfrontiert ist.
Stromausfälle als Warnsignal
Die Häufung von Stromausfällen, die insbesondere die deutsche Wirtschaft betreffen, offenbart die Fragilität des aktuellen Energieversorgungssystems. Mehr als 40% der Unternehmen in Deutschland erlebten im vergangenen Jahr mindestens einen Stromausfall, und für 28% waren diese Unterbrechungen von längerer Dauer. Dieses Phänomen untergräbt nicht nur das Vertrauen in die Energiewende, sondern stellt auch eine zusätzliche finanzielle Belastung durch hohe Energiekosten dar.
Kosteneinsparungen durch oberirdische Netze
Die Ministerpräsidenten Kretschmer und Kretschmann haben sich klar gegen die kostspielige Erdverkabelung positioniert. Während Kretschmann die hohen Einsparpotenziale hervorhebt, die sich auf bis zu 20 Milliarden Euro belaufen könnten, betont Kretschmer die zeitlichen Vorteile einer oberirdischen Lösung. Beide Politiker sehen in Strommasten einen geringeren Eingriff in die Umwelt als in einer aufwendigen Erdverkabelung.
Die Nord-Süd-Übertragungsproblematik
Ein zentrales Problem der deutschen Energiewende ist der ungleiche Ausbau der Energiekapazitäten zwischen dem windreichen Norden und dem energiebedürftigen Süden. Um eine stabile Versorgung zu gewährleisten, sind umfassende Netzverstärkungen notwendig. Experten schätzen, dass mehr als 7.500 Kilometer des Übertragungsnetzes ausgebaut oder verstärkt werden müssen, insbesondere die Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen wie SuedLink oder SuedOstLink.
Wirtschaftliche und sicherheitstechnische Aspekte
Die oberirdische Verlegung von Stromleitungen ist nicht nur kosteneffizienter, sondern auch einfacher zu warten. Allerdings sind Freileitungen anfälliger für Witterungseinflüsse und Sabotage, wie kürzlich der Anschlag auf die Stromversorgung der Tesla Gigafactory verdeutlichte. Trotzdem sprechen die hohen Kosten und die geringere Übertragungskapazität von Erdkabeln für eine oberirdische Lösung.
Die Dringlichkeit technischer Lösungen
Angesichts des bevorstehenden Ausstiegs aus der Kernenergie und der Kohle stellt sich die Frage, wie zukünftige Engpässe überbrückt werden können. Der Bau von wasserstofffähigen Gaskraftwerken erscheint als eine technische Notwendigkeit, deren Realisierung allerdings erhebliche Investitionen erfordert und Fragen nach der Herkunft und dem Transport des Wasserstoffs aufwirft.
Fazit: Pragmatismus gegenüber Perfektionismus
Die Position der Ministerpräsidenten reflektiert eine Abwägung zwischen pragmatischen Ansätzen und perfektionistischen Idealvorstellungen. In Zeiten ökonomischer Unsicherheit und energiepolitischer Herausforderungen scheint eine schnelle und kostengünstige Lösung wie der oberirdische Netzausbau der Weg zu sein, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig die finanziellen Belastungen für die Bürger zu minimieren.
Kommentar: Ein Schritt in die richtige Richtung?
Die Entscheidung, auf eine oberirdische Erweiterung der Stromnetze zu setzen, könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein. Sie spiegelt die Notwendigkeit wider, in einer Zeit der wirtschaftlichen und energiepolitischen Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, inwieweit diese Maßnahme langfristig den Anforderungen einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung gerecht wird. Es erfordert Mut, traditionelle Wege zu verlassen und neue Pfade zu beschreiten – ein Mut, der hoffentlich nicht nur von technologischen, sondern auch von gesellschaftlichen und ökologischen Überlegungen geleitet wird.

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