
Post-Streik eskaliert: Gewerkschaft lässt ländliche Regionen ausbluten
Die Gewerkschaft Verdi verschärft den Arbeitskampf bei der Deutschen Post und setzt dabei auf eine perfide Strategie: Nach den Großstädten trifft es nun die ohnehin schon unterversorgten ländlichen Regionen. Die Fronten im Tarifstreit verhärten sich zusehends, während Millionen Bürger auf ihre Post warten müssen.
Zweitägiger Warnstreik legt Postzustellung lahm
Nachdem gestern bereits die Großstädte von massiven Streikmaßnahmen betroffen waren, zielt die Gewerkschaft heute gezielt auf die Versorgung der ländlichen Gebiete ab. Die Stadtstaaten bleiben verschont - ein taktischer Schachzug, der die Spaltung zwischen Stadt und Land weiter vertiefen könnte.
Verdi's radikale Forderungen treffen auf wirtschaftliche Realität
Die Gewerkschaft fordert eine Entgelterhöhung von sieben Prozent sowie zusätzliche Urlaubstage - Forderungen, die in Zeiten der wirtschaftlichen Transformation mehr als fragwürdig erscheinen. Die Post steht vor gewaltigen Herausforderungen: Sinkende Briefmengen im digitalen Zeitalter und ein enormer Investitionsbedarf zwingen das Unternehmen zu wirtschaftlichem Handeln.
Verhandlungspoker auf dem Rücken der Kunden
Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis beklagt mangelnde Bewegung in der zweiten Verhandlungsrunde. Dabei scheint die Gewerkschaft die wirtschaftlichen Realitäten bewusst zu ignorieren. Die Post hingegen hat für die dritte Verhandlungsrunde am 12. und 13. Februar ein Angebot in Aussicht gestellt.
"Die Warnstreiks sind unnötig und gehen letztlich zu Lasten unserer Kundinnen und Kunden", betont ein Sprecher der Post - eine Einschätzung, die angesichts der verhärteten Fronten mehr als zutreffend erscheint.
Gewerkschaftspolitik am Abgrund
Mit rund 170.000 Tarifbeschäftigten im Inland steht die Deutsche Post vor der Herausforderung, Arbeitsplätze zukunftssicher zu gestalten. Statt konstruktiver Lösungsansätze setzt die Gewerkschaft auf Konfrontation - eine Strategie, die in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Konkurrenz durch digitale Alternativen mehr als fragwürdig erscheint.
Die Entwicklung zeigt einmal mehr, wie ideologisch motivierte Gewerkschaftspolitik die Modernisierung traditioneller Unternehmen behindert. Während andere Länder längst auf digitale Transformation setzen, verharrt Deutschland in überholten Strukturen - ein Luxus, den sich die Volkswirtschaft in Zeiten globalen Wettbewerbs eigentlich nicht mehr leisten kann.
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