
Immobilien als Altersvorsorge: Der gefährliche Traum vom schuldenfinanzierten Vermögensaufbau
In Zeiten einer maroden gesetzlichen Rentenversicherung und einer völlig verfehlten Wohnungsbaupolitik der Ampel-Regierung suchen immer mehr Deutsche nach alternativen Wegen der Altersvorsorge. Der vermeintlich rettende Strohhalm: Eine fremdfinanzierte Immobilie als Rentenersatz. Doch dieser Weg könnte sich als gefährliche Gratwanderung erweisen.
Das Rentensystem am Abgrund
Die bitteren Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Mit dem gescheiterten Rentenpaket II hatte die Ampelkoalition das Rentenniveau auf magere 48 Prozent festgeschrieben - ein Niveau, das für viele Bürger nicht einmal mehr die Grundbedürfnisse decken wird. Besonders dramatisch zeigt sich die Situation am Beispiel einer 41-jährigen Erzieherin aus Frankfurt, die bei einem aktuellen Nettoeinkommen von 2.700 Euro gerade einmal eine zu erwartende Rente von 780 Euro vorgewiesen bekommt. Ein regelrechter Schlag ins Gesicht für jeden, der ein Leben lang hart gearbeitet hat.
Die trügerische Hoffnung der Vollfinanzierung
In ihrer Not greifen viele Deutsche zu einem gewagten Schritt: Dem vollfinanzierten Immobilienkauf. Die Rechnung scheint auf den ersten Blick verlockend einfach - die Mieteinnahmen sollen die Kreditraten decken und später die schmale Rente aufbessern. Doch Experten warnen vor den erheblichen Risiken dieser Strategie. Prof. Philip Schnorpfeil von der Frankfurter Goethe Universität mahnt: Eine schuldenfinanzierte Immobilie ohne Eigenkapital gleicht einem Tanz auf dem Vulkan.
Die versteckten Fallstricke
Besonders kritisch ist die sogenannte 110-Prozent-Finanzierung zu sehen. Hier werden nicht nur der Kaufpreis, sondern auch sämtliche Nebenkosten über Kredite finanziert. Ein finanzieller Drahtseilakt ohne Sicherheitsnetz. Denn ohne Eigenkapital fehlt jeglicher Puffer für unerwartete Reparaturen, Mietausfälle oder steigende Zinsen. Die Gefahr einer Überschuldung schwebt wie ein Damoklesschwert über den Käufern.
Die Bankenpolitik auf dem Prüfstand
Bemerkenswert ist die fragwürdige Kreditvergabepraxis einiger Banken. Dass systemrelevante Berufe wie Erzieher trotz fehlendem Eigenkapital Kredite erhalten, mag sozial klingen - wirtschaftlich betrachtet ist es jedoch höchst bedenklich. Die höheren Zinsen bei Vollfinanzierungen verschärfen die finanzielle Belastung zusätzlich.
Rechtlicher Hinweis
Dieser Artikel spiegelt ausschließlich die Meinung der Redaktion wider und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder potenzielle Investor sollte seine eigenen Recherchen durchführen und sich professionell beraten lassen, bevor er eine Investitionsentscheidung trifft. Die Risiken einer schuldenfinanzierten Immobilieninvestition können erheblich sein und bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.
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