
US-Hafenstreik bedroht Europas Autoindustrie: 70 Prozent der Autoteile blockiert
Der jüngst begonnene Streik der Hafenarbeiter an der Ost- und Golfküste der USA trifft die europäische Autoindustrie mit voller Wucht. Branchenvertreter und Analysten warnen, dass 70 Prozent der Autoteile, die über diese Häfen importiert werden, blockiert sind. Dies könnte zu einem Produktionsstopp führen und die gesamte Branche lähmen.
Europas Autobauer in der Krise
Die Häfen in Baltimore und im Südosten der USA sind von zentraler Bedeutung für europäische Hersteller wie BMW, Volkswagen, Mercedes und Volvo. Diese Unternehmen sind stark von den Importen aus den USA abhängig. Ein längerer Streik könnte daher zu erheblichen Engpässen führen, selbst wenn einige Hersteller vorsorglich Lagerbestände aufgebaut haben. Die Produktion könnte behindert werden und zu weiteren Preissteigerungen führen.
Notfallpläne und wirtschaftliche Risiken
Die betroffenen Unternehmen arbeiten derzeit an Notfallplänen, um die Auswirkungen des Streiks so gering wie möglich zu halten. Doch Analysten warnen, dass ein längerer Streik die gesamte Branche erheblich beeinträchtigen könnte. Die wirtschaftlichen Risiken sind enorm, und der Druck auf die US-Regierung wächst, eine Lösung zu finden.
US-Regierung unter Druck
Präsident Joe Biden lehnt bisher ein direktes Eingreifen ab, drängt jedoch die Arbeitgeber, ihr Angebot nachzubessern. Das Weiße Haus betont, dass die Reedereien während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren haben und es nun an der Zeit sei, auch die Beschäftigten daran zu beteiligen. Verkehrsminister Pete Buttigieg und Arbeitsministerin Julie Su unterstützen diese Forderungen und drängen die Arbeitgeber zu Zugeständnissen.
Forderungen der Hafenarbeiter
Die Gewerkschaft ILA, die 45.000 Hafenarbeiter vertritt, fordert eine Lohnerhöhung von 5 US-Dollar pro Stunde für jedes Jahr des neuen Sechsjahresvertrags. Zudem möchten sie einen Stopp der Automatisierungsprojekte in den Häfen durchsetzen, da diese Arbeitsplätze gefährden. Die bisherigen Angebote der Arbeitgeber seien laut ILA-Chef Harold Daggett "weit hinter den Forderungen zurückgeblieben".
Ein Dilemma für die US-Regierung
Beobachter sehen die US-Regierung in einem Dilemma. Einerseits möchte sie die Gewerkschaft nicht verprellen, auch mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen 2024. Andererseits drängt die Zeit, um größeren wirtschaftlichen Schaden abzuwenden. Eine Lösung ist bisher nicht in Sicht, und der Streik droht in den nächsten Tagen fortgesetzt zu werden.
Insgesamt zeigt dieser Streik einmal mehr, wie abhängig die europäische Autoindustrie von globalen Lieferketten ist. Politische und wirtschaftliche Entscheidungen in den USA haben direkte Auswirkungen auf die Produktion und Preisgestaltung in Europa. Es bleibt abzuwarten, wie lange dieser Zustand anhält und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Krise zu bewältigen.
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