
Chinesische Konsumenten profitieren von schwachem Yen und jagen Luxusgüter
Die anhaltende Abwertung des japanischen Yen hat chinesische Konsumenten dazu veranlasst, ihre Einkäufe von Luxusgütern verstärkt außerhalb Chinas zu tätigen. Trotz einer wirtschaftlichen Abschwächung im eigenen Land, die den Absatz von Luxusgütern hat einbrechen lassen, bleibt die Nachfrage nach Produkten aus Japan – ob neu oder gebraucht – ungebrochen hoch.
Geschäftsmodell auf Basis der Yen-Schwäche
Eine der Profiteure dieser Entwicklung ist die 27-jährige Yang Yang aus der östlichen Hafenstadt Qingdao. Sie verdient zusätzliches Geld, indem sie chinesische Kunden mit Luxusartikeln aus Japan versorgt. Ihr Geschäft hat in diesem Jahr aufgrund der anhaltenden Abwertung des Yen einen deutlichen Aufschwung erlebt.
„Ich verkaufe hauptsächlich Produkte aus Japans Vintage-Märkten. Mit dem günstigen Wechselkurs sind die Preise für gebrauchte Luxusartikel ebenfalls niedriger, und wir haben im Vergleich zum Vorjahr einen signifikanten Anstieg der Kunden gesehen“, erklärt Yang.
Preisbewusste chinesische Käufer
Wohlhabende chinesische Verbraucher, die zunehmend preisbewusst werden, nutzen den schwachen Yen, um sich Luxusgüter zu günstigeren Preisen zu sichern. Dabei reisen sie entweder direkt nach Japan, um dort einzukaufen, oder sie nutzen Proxy-Shopping-Dienste von Online-Nutzern wie Yang, die in Japan leben oder häufig dorthin reisen. Diese Nutzer teilen Echtzeit-Wechselkurse und Preise für Luxusgüter auf Plattformen wie Xiaohongshu, die Instagram ähnelt.
Signifikante Preisunterschiede
Am Freitag lag der Wechselkurs des Yen bei etwa 153 zum US-Dollar, nachdem er im Juli ein 34-Jahres-Tief von 161,956 erreicht hatte. Dieser günstige Wechselkurs führt zu erheblichen Preisunterschieden bei Luxusartikeln. So listet die offizielle Website von Louis Vuitton eine schwarze Lederhandtasche „OnTheGo“ in China für umgerechnet 3.075,37 US-Dollar, während das gleiche Produkt auf der japanischen Website für umgerechnet 2.727,32 US-Dollar erhältlich ist, was einen Preisunterschied von 348,05 US-Dollar ausmacht.
Wirtschaftliche Implikationen
Diese Preisunterschiede und die daraus resultierende Kaufkraftverschiebung könnten langfristig Auswirkungen auf die globale Luxusgüterindustrie haben. Während chinesische Konsumenten weiterhin ihre Kaufkraft nutzen, um von der Schwäche des Yen zu profitieren, bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftliche Lage in China und Japan weiter entwickeln wird.
Es zeigt sich einmal mehr, wie wirtschaftliche Schwankungen und Wechselkursentwicklungen das Konsumverhalten beeinflussen können. Für die deutsche Wirtschaft und Politik könnte dies ein Signal sein, die eigenen Strategien zu überdenken und sich auf die Stärkung der heimischen Wirtschaft zu konzentrieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Wohlstand der Bürger zu sichern.
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