
China versucht mit Verschrottungsprämie Konsum anzukurbeln
Die chinesische Regierung hat eine neue Initiative gestartet, um den schwächelnden Konsum im Land anzukurbeln. Am Samstag kündigte das chinesische Wirtschaftsministerium auf seiner Homepage eine neue Verschrottungsprämie an. Diese Maßnahme soll den Absatz von Haushaltsgeräten steigern und gleichzeitig die Umweltbelastung durch alte, ineffiziente Geräte reduzieren.
Rabattaktion für energieeffiziente Haushaltsgeräte
Die Verschrottungsprämie bietet einen Rabatt von 15% auf den Kauf von Kühlschränken, Waschmaschinen, Fernsehgeräten, Klimaanlagen, Computern, Warmwasserbereitern, Haushaltsherden und Dunstabzugshauben. Zusätzlich erhalten Verbraucher weitere 5% Rabatt, wenn die neuen Haushaltsgeräte die höchste Energieeffizienzklasse 1 erreichen. Diese Initiative zielt darauf ab, den Konsum zu fördern und gleichzeitig den Übergang zu energieeffizienteren Geräten zu unterstützen, was die langfristige Nachhaltigkeit in den Fokus rückt.
Strategie zur Stimulierung der Binnenwirtschaft
Die Einführung dieser Maßnahme ist Teil der umfassenderen Strategie der chinesischen Regierung, die in den letzten Monaten zunehmend unter Druck geraten ist, Maßnahmen zur Stimulierung der Binnenwirtschaft zu ergreifen. Angesichts der anhaltenden globalen Unsicherheiten und der langsamen wirtschaftlichen Erholung innerhalb des Landes setzt die Regierung verstärkt auf gezielte finanzielle Anreize.
Expertenmeinung zur Verschrottungsprämie
Experten sehen in der Verschrottungsprämie einen wichtigen Schritt, um das Verbrauchervertrauen zu stärken. Sie bringt einen direkten Nutzen für den Konsumenten und reduziert gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck Chinas. Die Kosten für dieses Programm werden von der Zentralregierung und den Provinzen im Verhältnis von durchschnittlich 90:10 getragen. Diese Aufteilung zeigt die Bemühungen der chinesischen Regierung, nicht nur die Konjunktur zu beleben, sondern auch nachhaltige Praktiken zu fördern, die für die Zukunft des Landes entscheidend sind.
Mangelnde Berichterstattung und öffentliche Wahrnehmung
Interessanterweise wurde die neue Verschrottungskampagne bisher von den großen chinesischen Medien nicht umfangreich thematisiert. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Regierung weiterhin bemüht ist, gegenüber der Bevölkerung den Eindruck zu erwecken, dass die wirtschaftliche Lage stabil bleibt. Die mangelnde Berichterstattung über solche Konjunkturmaßnahmen könnte darauf abzielen, die öffentliche Wahrnehmung zu steuern und Unsicherheit zu vermeiden.
Leichte Verbesserung der Einzelhandelsumsätze
Diese Entscheidung folgt auf eine leichte Verbesserung der Einzelhandelsumsätze in China im Juli, die im Vergleich zum Vorjahr um 2,7% stiegen und damit die Erwartungen leicht übertrafen. Trotz dieser Verbesserung bleibt die wirtschaftliche Erholung jedoch insgesamt schwach. Zusätzlich zu den Einzelhandelsumsätzen stiegen die Verbraucherpreise im Juli um 0,5% im Vergleich zum Vorjahr, was ebenfalls über den Erwartungen lag. Ein bedeutender Faktor für diesen Anstieg war der starke Anstieg der Schweinefleischpreise, die um 20,4% zunahmen.
Langfristige Perspektiven
Trotz dieser Maßnahme bleibt jedoch unklar, ob sie die tieferliegenden Probleme der chinesischen Wirtschaft lösen kann. Es ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, um die Nachfrageseite zu stärken, doch handelt es sich bereits um das zweite Konsumpaket, das die Regierung nach der Wende vom 3. Plenum angekündigt hat. Langfristig wird die Verschrottungsprämie wenig daran ändern, dass das fundamentale Problem des mangelnden Vertrauens der Bevölkerung in die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin besteht. Ohne tiefgreifendere Reformen und Maßnahmen, die dieses Vertrauen wiederherstellen, bleibt die Erholung fragil.

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