
Audi-Betriebsrat droht mit Arbeitskampf: "Dann gibt es Rambazamba!"
Die Situation beim Premium-Autobauer Audi spitzt sich dramatisch zu. Der Betriebsrat der VW-Tochter kündigte nun massiven Widerstand gegen die drohenden Sparmaßnahmen an. Besonders brisant: Selbst während der Friedenspflicht könnten die Bänder stillstehen, wenn die Konzernführung nicht einlenkt.
Dramatischer Absatzeinbruch erschüttert Ingolstadt
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im vergangenen Jahr musste Audi einen verheerenden Absatzrückgang von 12 Prozent verkraften. Nur noch 1,67 Millionen Fahrzeuge fanden den Weg zu den Kunden. Besonders alarmierend ist dabei der Einbruch bei den Elektrofahrzeugen - ausgerechnet in einem Marktsegment, das weltweit boomt. Diese Entwicklung könnte nun drastische Folgen für die Belegschaft haben.
Das Damoklesschwert des Stellenabbaus
Wie das Handelsblatt Ende Februar enthüllte, plant der Vorstand offenbar ein radikales Sparprogramm. Bis zu einer Milliarde Euro sollen bei den Personalkosten eingespart werden. Dies könnte den Abbau von bis zu 9.000 Arbeitsplätzen bedeuten - ein Schlag ins Gesicht der treuen Mitarbeiter, die den Premium-Hersteller zu dem gemacht haben, was er heute ist.
Betriebsrat zeigt klare Kante
Betriebsratschef Jörg Schlagbauer findet deutliche Worte für die Pläne der Konzernführung. Die "Liste des Grauens", wie er das Sparprogramm nennt, werde man nicht kampflos hinnehmen. Seine Forderung ist klar: Ein zusätzliches Verbrennermodell muss am Stammsitz Ingolstadt gefertigt werden, um die Auslastung zu sichern. Ohne diese Zusage werde es keine neue Grundsatzvereinbarung geben.
Managementfehler rächen sich
Die aktuelle Misere ist nicht allein der schwächelnden Konjunktur geschuldet. Vielmehr zeigen sich nun die Folgen jahrelanger Führungsschwäche. Neue Modelle kamen verspätet auf den Markt, während die Konkurrenz nicht schlief. Die überhastete Fokussierung auf die E-Mobilität, getrieben von ideologischen Vorgaben der Politik, rächt sich nun bitter. Während andere Premium-Hersteller ihre Verbrenner-Kompetenz weiter pflegen, droht Audi zwischen allen Stühlen zu landen.
Ausblick bleibt ungewiss
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich Vorstand und Betriebsrat auf einen tragfähigen Kompromiss einigen können. Eines steht fest: Die Belegschaft ist nicht gewillt, die Zeche für Managementfehler zu zahlen. Sollte der Vorstand auf stur schalten, könnte der Frühling in Ingolstadt sehr unruhig werden. Die Drohung mit "Rambazamba" dürfte in den Chefetagen für schlaflose Nächte sorgen.
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